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Risikoklasse
Wichtig beim Aufbau eines Portfolios ist die Ausrichtung am eigenen Risikoprofil und die darauf basierende Auswahl von Anlageformen der richtigen Risikoklassen. Im täglichen Gebrauch teilt man Investmentmöglichkeiten daher meist auf fünf Risikoklassen auf, welche die Renditechancen und das Risiko der jeweiligen Anlageform anzeigen. Dabei kommt es nicht nur auf die Wahl der richtigen Risikoklasse an, sondern vielmehr auf die ausgewogene Kombination verschiedener Klassen.
So sollten immer Anlageprodukte der untersten Risikoklasse, also relativ sichere Investments wie Rentenfonds, Anleihen oder Geldmarktfonds, die Basis eines Depots bilden. Erst danach sollten Anlageformen der höheren Risikoklassen dem Depot im ausgewogenen Verhältnis hinzugefügt werden. Die nachfolgende Grafik zeigt Ihnen, wie die Risiko und Renditechance zusammenhängen:

Wie Sie der oben dargestellten Grafik entnehmen können, ist die Wahrnehmung einer höheren Renditechance immer auch mit einem größeren Risiko verbunden. Anders ausgedrückt wird ein Anleger, der Geld in riskante Wertpapierarten investiert, für dieses Risiko mit einer höheren Renditemöglichkeit belohnt. Je höher das Risiko ist, desto höher ist allerdings auch die Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit von Kursverlusten und somit einem Verlust von Eigenkapital. Den Zusammenhang zwischen Rendite und Verlustwahrscheinlichkeit veranschaulicht Ihnen das nachfolgende Diagramm:

Wichtig für den Aufbau eines zum eigenen Risikoprofil passenden Portfolios ist die Kenntnis darüber, welche Formen der Geldanlage welcher Risikoklasse zugerechnet werden. Für die gängigsten Anlageformen finden Sie diese Einordnung nachfolgend:
- Risikoklasse 1
Geldmarktfonds Europa, Festgeld, Tagesgeld, Termingeld, Pfandbriefe, offene Immobilienfonds Deutschland und Europa - Risikoklasse 2
Anleihen hoher Bonität Euro-Raum, Rentenfonds Europa, Geldmarktnahe Fonds, offene Immobilienfonds EU-Ausland, Unternehmensanleihen hoher Bonität, Garantiezertifikate - Risikoklasse 3
Anleihen mittlerer Bonität Euro-Raum, Währungsanleihen hoher Bonität, Mischfonds, Aktien (Standardwerte) und Aktienfonds EU, internationale Rentenfonds, Fremdwährungsanleihen Europa und USA, Genussscheine, Aktienfonds international, Zertifikate - Risikoklasse 4
Währungsanleihen mittlerer Bonität, Aktien und Aktienfonds mit Nebenwerten Europa, Aktienfonds mit Standardwerten außerhalb Europa, Zertifikate - Risikoklasse 5
Junkbonds (spekulative Anleihen), Aktien- und Rentenfonds Emerging Markets, Aktien Nebenwerte, Optionsscheine, Futures, Optionen
Wie man diese Anlageformen der verschiedenen Risikoklassen sinnvoll kombiniert, um daraus eine individuell angepasste Anlagestrategie zu erstellen, zeigen wir Ihnen auf der folgenden Seite:

