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Goldfonds und Goldzertifikate
Vorteile, Nachteile, Sicherheit und Empfehlungen von Goldfonds und Goldzertifikaten
Wer eine sichere und langfristige Anlage in Gold bevorzugt, allerdings nicht die Möglichkeit besitzt, die Barren zu Hause einzulagern bzw. wem die Verwahrung in der Bank zu teuer ist, findet eine kostengünstigere und flexiblere Alternative in Form von Fonds und Zertifikaten. Die Anlageklasse wird nach dem individuellen Investitionsziel ausgesucht.
Die klassischen Goldfonds setzen auf große Minenbetreiber und Goldproduzenten. Die Aktien reagieren oft stark auf Preisänderungen des Goldes. Bereits durch einen minimalen Anstieg kann der Gewinn des Unternehmens deutlich angehoben werden. Zu bedenken ist jedoch, dass auch der entgegengesetzte Fall eintreten kann (Hebelwirkung). Aufgrund gestiegener Energie- und Arbeitskosten fallen die Gewinne niedriger aus als erwartet. Der Einstieg in den Goldmarkt wird derzeit als äußerst attraktiv und günstig bewertet.
Bei dem seit Jahren mit zu den Top-Performern unter den Goldminenfonds gehörenden World Gold Fund der Investmentgesellschaft Black Rock (früher Merrill Lynch) erzielten Anleger in den vergangenen zehn Jahren eine Rendite von 330 Prozent. Die Investition in fast ausschließlich die Schwergewichte der Branche wie Barrick Gold, Goldcorp und Newcrest Mining und die Tatsache, dass der weltweit ausgerichtete Fondstopf aus mehr als 50 Werten besteht, sorgen neben einer breiten Streuung für minimale Kursschwankungen im Portfolio.
Eine andere goldorientierte Investitionsmöglichkeit bietet die DWS mit dem Gold Plus an. Durch den Fonds werden Teile des Geldes in Edelmetallkonten und in Termin- und Optionsgeschäften auf Gold & Co. angelegt. Die Investition in kurzlaufende festverzinsliche Anlagen bringt zusätzliche Sicherheit ins Depot.
Anders sieht es bei den Indexfonds aus. Die Anleger setzen dort auf physisch hinterlegtes Gold. Allerdings haben die Fonds als ETC (Exchange Traded Commodities) sind – wie Zertifikate – Inhaberschuldverschreibungen und haben somit keinen Status als Sondervermögen. Ebenfalls besteht keine Währungsabsicherung gegenüber dem Dollar. Zu dieser wird aber geraten. Denn die Entwicklung des Goldpreises und der US-Währung verläuft regelmäßig entgegengesetzt, der Ertrag in Euro wird dadurch deutlich geschmälert.
Mit Quantozertifikaten entfällt die Sorge vor Währungsverlusten, denn sie dienen dazu, Investitionen in ausländische Basiswerte vor dem Risiko von Wechselkursschwankungen abzusichern. Wenn der Goldpreis steigt, steigt auch der Wert des Indexpapiers (fast) im Gleichschritt. Quantozertifikate gibt es auf die Feinunze Gold sowie den Amex-Gold-Bugs. Dieser bildet die Wertentwicklung der größten Goldminen ab, die ihre Produktion für weniger als zwei Jahre auf Termin verkauft haben. Allerdings muss der Währungsschutz teilweise teuer erworben werden. Wesentlich günstiger ist die seit November 2007 in Euro abgesicherte Version des Black Rock World Gold Funds (ISIN: LU0326422689).
