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Geldmarktfonds
Geldmarktfonds sind Fonds, die in so genannte Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit von maximal einem Jahr investieren. Im Prinzip handelt es sich bei diesem Geldmarktpapieren um dieselben, in die auch Rentenfonds investieren, also Anleihen, Termingelder, Sichtguthaben bei Banken und ähnliche Papiere. Der Unterschied zwischen den beiden Arten von Fonds liegt in der kurzen Restlaufzeit der Papiere beim Geldmarktfonds. Dadurch und aufgrund der Tatsache, dass die Fondsmanager nur in erstklassige Papiere investieren, unterliegen Geldmarktfonds kaum irgendwelchen Risiken.Besonders geeignet sind Geldmarktfonds, wenn zwischen zwei Investments ein größerer Geldbetrag kurzfristig in einer sicheren aber angemessen verzinsten Anlageform geparkt werden muss. Darüber hinaus stellen Geldmarktfonds für Privatanleger die einzige Möglichkeit dar, in solche Zinspapiere und Geldmarkttitel zu investieren.
Unterscheiden kann man Geldmarktfonds in folgende Typen:
- Reine Geldmarktfonds
Sie investieren ihre Mittel zu 100% in reine Geldmarkttitel und festverzinsliche Wertpapiere. - Cash-Fonds
Sie investieren mindestens 75% ihrer Mittel in Bankguthaben und den Rest in Geldmarkttitel sowie geldmarktnahe Wertpapiere. - Geldmarktnahe Fonds
Sie legen maximal 49% ihrer Mittel in Geldmarkttitel an und die restlichen 51% in festverzinsliche Wertpapiere und Anleihen. - Synthetische Geldmarktfonds
Hier werden lang laufende Rentenpapiere, Geldmarkttitel und andere Wertpapiere gemischt.
Die meisten dieser Fonds verzichten auf einen Ausgabeaufschlag, um die Rendite des Anlegers beim Kauf und Verkauf der Anteile nicht mit unnötigen Kosten zu belasten.
Die Rendite eines Geldmarktfonds hängt in erster Linie von den Leitzinsen der jeweiligen Notenbank ab (innerhalb der Europäischen Union ist das die EZB - Europäische Zentralbank). Steigt der Leitzins, so werden sich kurzfristig auch die Renditen des Geldmarktfonds erhöhen und umgekehrt.
Im direkten Vergleich mit Tagesgeldkonten schnitten Geldmarktfonds in den letzten Jahren allerdings deutlich schlechter ab. Während gute Tagesgeldkonten auf Vorsteuerrenditen von 4 Prozent und mehr pro Jahr kamen, erzielten die besten Geldmarktfonds in denselben Jahren Renditen von gerade einmal 3 Prozent pro Jahr. Für den interessierten Anleger lohnt sich deshalb auch ein Blick auf aktuelle Angebote für Tagesgeldkonten und ein Vergleich der dort gewährten Zinsen mit den Erträgen ausgewählter Geldmarktfonds. Einen entsprechenden Zinsvergleich empfehlenswerter Tagesgeldkonten haben wir Ihnen auf der folgenden Seite ausgearbeitet:
Vor der Auswahl eines Geldmarktfonds sollte der Anleger darauf achten, dass dieser vorwiegend in Papiere investiert, die in Euro geführt werden. Bei Fonds, die in Fremdwährungsbasierte Papiere investieren, steigt das Risiko durch mögliche Änderungen des Wechselkurses. In solche Fonds sollten nur erfahrene Anleger investieren und diese dann auch nur als Beimischung zum Depot einbringen.
Geldmarktfonds stellen somit eine ideale kurzfristige Basisanlage für jedes Depot dar und sollten zur Verringerung des Gesamtrisikos zumindest als Beimischung in Betracht gezogen werden.
Erworben werden können Geldmarktfonds mit jedem normalen Aktiendepot. Einen Vergleich empfehlenswerter Broker und Direktbanken für die Eröffnung eines solchen Depots finden Sie auf folgender Seite:
Seit kurzem bietet die Comdirect Bank sogar Fondssparpläne mit Geldmarktfonds bereits ab 25 Euro monatlich an. Mehr Informationen dazu finden Sie hier:
Wenn Sie sich nicht im Detail um die Auswahl geeigneter Fonds für Ihren Vermögensaufbaus kümmern wollen, können Sie dies auch von Spezialisten erledigen lassen. Fordern Sie dazu einfach einen kostenlosen und unverbindlichen Investmentvergleich nach Ihren Wünschen, Zielen und finanziellen Möglichkeiten an: