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ALTERSVORSORGE MIT FONDSSPARPLAN UND FONDSPOLICE
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Sind Fondssparplan oder Fondspolice besser zur Altersvorsorge geeignet?

Die Entscheidung, bei der Altersvorsorge zur Fondspolice oder zum Fondssparplan zu greifen, wird auch von der Abgeltungssteuer beeinflusst.

Bei Fondssparplänen gilt seit Januar 2009 die Abgeltungssteuer, das heißt die Gewinne sind jährlich mit 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchsteuer zu versteuern.

Günstiger dagegen ist die fondsgebundene Rentenversicherung, denn wenn die Laufzeit mindestens 12 Jahre beträgt und die Auszahlung nicht vor dem 60. Lebensjahr erfolgt, versteuert der Anleger nur die Hälfte des Ertragsanteils mit seinem persönlichen Steuersatz.

Anleger sollten das Produkt allerdings vor Abschluss einer genauen Prüfung unterziehen, denn bei Fondspolicen kann es enorme Unterschiede bei den internen Nebenkosten geben, die jedoch mangels Transparenz meist nicht auf den ersten Blick erkennbar sind.

Versicherungspolicen beinhalten zum Teil sehr hohe Abschlussgebühren und Verwaltungskosten, in der Regel muss der Sparer diese in den ersten Jahren begleichen. Somit entgehen dem Kapitalanleger in der Versicherungsvariante hohe Zinsen und Zinseszinsen. Allerdings bieten sie bessere Nachsteuerrenditen.

Vor allem bei Fondspolicen, die in Dachfonds investieren, fallen gleich dreimal Gebühren an, nämlich die Vertriebs- und Verwaltungsgebühr der Versicherung, das Managementhonorar des Dachfonds und die Verwaltungsgebühren der einzelnen Zielfonds.

Allerdings sollte für die Entscheidung nicht nur auf die Kosten geschaut werden, sondern auch auf die Auswahl, auf die die Versicherung zurückgreifen kann. Denn je mehr Fonds zur Verfügung stehen, desto gezielter lässt sich ein auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmtes Depot zusammenstellen.

Generell sind fondsgebundene Versicherungen nur dann interessant, wenn der Sparer sein Langlebigkeitsrisiko abdecken möchte.

Der Fondssparplan glänzt unter anderem durch seine Variabilität, da auf die gesamte Fondpalette zurückgegriffen werden kann. Auch ist dieser oftmals besser geeignet, wenn die Einzahlungen von Jahr zu Jahr schwanken oder der Sparplan zwischenzeitlich ausgesetzt wird. Beim Versicherungsmodell steigt dann nämlich die Kostenquote deutlich an, während beim Fondssparen der Ausgabeaufschlag immer nur der jeweils eingezahlten Rate berechnet wird. Wegen der nicht vorhandenen Abschlussgebühren wächst das Depot am Anfang schneller.

Einen Vergleich über Anbieter, bei denen Sie Fondssparpläne zu günstigen Konditionen abschließen können, finden Sie auf unserer folgenden Seite:

Fondssparplan >>>

Wer 20 Jahre lang monatlich 100 Euro in einen Aktienfonds einzahlt und mit diesem eine durchschnittliche Rendite von acht Prozent pro Jahr erzielt, der würde nach bisherigem Steuerrecht und nach Abzug der Abgeltungssteuer am Ende über ein Vermögen von 47.920 Euro (günstiger Fondssparplan) bzw. 46.930 Euro (teurer Fondssparplan) verfügen. Werden die 100 Euro nicht direkt in einen Fonds eingezahlt, sondern in eine fondsgebundene Versicherung, so erhält der Sparer den Berechnungen zufolge bei gleicher Rendite und gleichem Anlagezeitraum nach Steuern 51.130 Euro (günstige Fondspolice) bzw. 45.610 Euro (teure Fondspolice) ausgezahlt.

Sie sehen also, die Entscheidung für oder gegen eines der beiden Produkte muss von der prognostizierten Rendite nach Steuern sowie den laufenden Kosten abhängig gemacht werden, wobei die Fondspolice aufgrund der steuerlichen Behandlung die Nase leicht vorne hat, während der Fondssparplan höhere Renditechancen bieten kann.


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