Bund und Länder stimmen Rettungspaket für Banken zu
Nach einigem Hin und Her und Uneinigkeiten haben sich Bund und Länder auf das 500 Milliarden Euro schwere Rettungsprogramm für Banken geeinigt. Die 500 Milliarden Euro verteilen sich auf drei verschiedene Bereiche:
- Staatsgarantieren in der Höhe von 400 Milliarden Euro
- Staatliche Beteiligungen in der Höhe von 80 Milliarden Euro
- Kredite in der Höhe von 20 Milliarden Euro für den möglichen Ausfall von Bürgschaften
Geleistet werden die Hilfen über den “Finanzmarktstabilisierungsfonds”. Dadurch ist es möglich, dass das Rettungsprogramm den Bundeshaushalt nicht antastet. Der “Finanzmarktstabilisierungsfonds” ist vom Bund als Sondervermögen angelegt und findet nun seine Verwendung in der Rettung der Finanzwirtschaft in unserem Lande.
Auch an der Börse zeigen sich die positiven Wirkungen des Eilgesetzes inzwischen. Der Dax fiel heute erst unter die 4.600 Punkte, hat inzwischen aber 140 Punkte zugelegt und ist mit mehr als zwei Prozent ins Plus gegangen. Und auch die Aktie der Hypo Real Estate, die mit einer staatliche Hilfe vor dem Zusammenbruch gerettet werden konnte, liegt mit über sieben Prozent im Plus. Die Entscheidung von Bund und Ländern kam zur richtigen Zeit, um der Finanzwirtschaft einen neuen Schub zu geben.
Die staatlichen Beteiligungen erfolgen übrigens über Aktien oder so genannte stille Einlagen. Dies bedeutet aber nicht, dass der Bürger jetzt Angst haben muss, dass der Staat sein Geld verliert und unser Land dann plötzlich Pleite geht. Gerade durch die Beteiligungen, die der Bund bei den Banken machen wird, wird auch mehr Aufsicht über die Handlungen und Abläufe der Banken geschehen. Dies macht schließlich unser aller Geld sicher.
Deutschland ist nicht Island, dies dürfen wir in der Zeit der Krise nicht vergessen. Dort wurde über die Maßen hinaus unwirtschaftlich gehandelt, was sich nun bitter rächt und immer noch zu einem Staatsbankrott führen könnte. Die Sparer isländischer Banken sehen deshalb alt aus, wenn sie an ihr Geld denken.
Deshalb unser Tipp: Wenn Geldanlage, dann auf Banken und bei Geldinstituten, die nach deutschem Recht handeln und unter deutschem Recht stehen, da hier die Einlagensicherung mehrstufig aufgebaut und im weltweiten Vergleich als eine der besten gilt.
Die schlechte Nachricht ist jedoch immer noch die, dass aufgrund der Finanzkrise die Versicherungen zum nächsten Jahr teurer werden. Die Münchner Rück hatte vor einiger Zeit angekündigt, bei den Preisverhandlungen für das nächste Jahr in allen Versicherungssparten die Preisschraube höher zu drehen und nicht nur bei einigen Versicherungsarten.
Dafür ist die Geldanlage momentan sehr gut in den Bereich Tagesgeld und Festgeld, da hier die Zinsen um einiges gestiegen sind. Die Anlage lohnt sich also. Und das Geld bleibt sicher bei uns, wenn es in unserem Land angelegt wird bei Instituten unter dem deutschen Recht.


