Bundesregierung will Hilfsfonds über 100 Mrd. Euro bereitstellen
Wie heute bekannt wurde, plant die Bundesregierung die Bereitstellung eines 100 Milliarden Euro schweren Hilfsfonds, aus welchem angeschlagene Kreditinstitute Unterstützung zur Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis erhalten können.
Dieser als Rekapitalisierungshilfe bezeichnete Fonds wurde zwischen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und dem Präsidenten der Deutschen Bundesbank Axel Weber im Rahmen des Treffens der G7-Finanzminister vereinbart. Zugriff auf Mittel des Fonds sollen Geschäfts- und Landesbanken sowie Versicherungen haben.
Bei den privaten Geschäftsbanken würde der Bund im Gegenzug Aktionär werden, während er bei den Landesbanken im Gegenzug für die Finanzmittel aus dem Fonds Einlagen erwerben würde.
Über den Hilfsfonds hinaus sollten weitere 200 bis 300 Milliarden Euro an staatlichen Bürgschaften und Liquiditätshilfen bereitgestellt werden, so dass sich das Gesamtpaket auf 300 bis 400 Milliarden Euro summiert.
Auf Banken und Versicherungen, welche Mittel des Hilfsfonds in Anspruch nehmen wollen, kommen harte Vergabekriterien zu. So müssen sie im Gegenzug für die erhaltenen Mittel ihre Geschäftsmodelle reformieren. Gleiches gilt für Vergütungs- und Bonussysteme.
Die Beteiligung des Bundes ist als vorübergehender Einstieg gedacht. Wenn sich die angeschlagenen Finanzinstitute stabilisiert haben, ist ein Rückzug aus den getätigten Engagements angedacht.
Interessant wird es werden, zu sehen, inwiefern sich der Staat diese Rettungsaktion vergüten lässt. Als Aktionär hätte er bei den Geschäftsbanken ja Anspruch auf Dividendenzahlung und auch bei den Landesbanken wird es die Hilfe nicht umsonst geben.



Sonntag, 12. Oktober 2008 17:16
Erstaunlich das sich niemand wirklich darüber aufregt.
Die Verluste der Einen sind die Gewinne der Anderen.
Also, es wurde kein Cent verbrannt, verloren, eingeschmelzt oder sonst so was.
Das Geld ist immer noch da. Nur halt jetzt bei Anderen.
Bei den internationalen Verflechtungen der Konzerne und Banken kann es
auch öfters mal vorkommen das die Andern auch die Selben sind.
Hä? Ja, da wird Geld verschoben. Die Gewinne sind privat. Die Verluste werden der Allgemeinheit aufgebürgt.
Jeder Cent der in diesem "Hilfsfond" landet ist Diebstahl am Volk. Denn jeder Cent muss auch wieder irgendwo her kommen.
Toll, das die Meisten auch noch bewundernd gucken über die
Handlungsfähigkeit der Regierung in solch einer Kiese. Nur zu blödes,
dass die Meisten nicht merken wie sie dabei völlig schamlos abgezockt
werden.
Echt geil, wie es der Großkapitalismus schafft, dass selbst HARZ IV
Empfänger sich beteiligen müssen. Die werden es aber nicht kapieren.
Den indirekten Steuern zum Dank.
Nur am Ende vom Geld wird halt noch mehr Monat übrig bleiben.
Und jeder der das alles brav abnickt darf auf einem Job auf einer Bank hoffen.
Denn das ist ja das Mega-Argument für diese „Hilfsaktion“.
Allerdings wird er dann in Kürze jede Parkbank privatisiert und mit ca.
50 Cent für 10 Minuten sitzen muss man dann schon rechen.
Neue Jobs wird es dann auch geben.
All die Parkbankwächter. Und die kriegen dann auch noch ne Schicke
Mütze. Die allerdings aus Kostengründen made in China ist. Was aber
trotzdem das Selbstwertgefühl der Kontollettis ins fast Unermessliche
hebt.
Nur noch übertroffen von Managern und Politiker.
Sonntag, 12. Oktober 2008 18:05
Grundsätzlich bin ich ja auch dafür, dass der Bund einfach nur dafür sorgen sollte, dass das Geld der Sparer sicher ist. Also: Einlagen sichern, Banken pleite gehen lassen. Wenn man ein krankes System mit Zuwendungen stützt, gesundet es nicht. Man bekämpft die Symptome, nicht die Ursachen.