Während Merkel bei Opel weilt, droht der Konzernmutter General Motors das Aus
Kanzlerin Angela Merkel zu Besuch bei Opel, ein wichtiger Besuch, zur richtigen Zeit. Auch wenn er bereits vor einem Jahr terminiert worden war, wie die Kanzlerin sagte. Und zu besseren Zeiten als diesen, auch dies sagte sie vor den Mitarbeitern des Autobauers in Rüsselsheim.
Und dort wird gebangt, dass weiß nun inzwischen auch so gut wie jeder in unserem Lande Beheimatete. Viel hängt dabei von zwei Punkten ab:
- Besteht in knapp 60 Tagen das (hoffentlich dann auch maßgebliche) geänderte Sanierungskonzept von General Motors, der Opel-Mutter, vor der US-Regierung
- Und findet sich ein Investor, der langfristig Geld in Opel pumpen möchte
Für den Investor würde es dann bei einem langfristigen finanziellen Engagement mit entsprechendem Konzept auch staatliche Hilfen geben, dies hat Kanzlerin Merkel gestern in Rüsselsheim zugesagt. Wieder erinnert hat sie dabei auch an das Traditionsunternehmen Holzmann, welches Ex-Kanzler Schröder mit großem Medientamtam vor der Pleite bewahrt haben wollte, dass sich dann zwei Jahre gegen den endgültigen Untergang zu wehren versuchte und nach 153 Jahren Firmengeschichte zur Vergangenheit in der deutschen Wirtschaftslandschaft wurde.
Während nun Opel-Arbeiter und auch die Regierung auf einen Investor warten, der es wirklich ernst meint mit dem Rüsselsheimer Autobauer, hat US-Präsident Barack Obama den Herren von General Motors kräftig den Marsch geblasen. Rick Wagoner, der Herr über General Motors, wurde vor die Tür gesetzt. Sein Nachfolger ist einer, der ebenfalls zu GM gehört. Fritz Henderson wird den Autokonzern bis auf weiteres kommissarisch leiten.
Ob er eine gute Wahl ist, scheint fraglich zu sein. Der alte Mief bei GM wird nicht allein durch den Weggang von Rick Wagoner von selbst verschwinden. Die Bohrungen müssen tiefer gehen und dabei auch so mancher weiterer, eitriger Zahn bei General Motors gezogen werden.
Ob dies aber machbar sein wird? Vielleicht gibt es wirklich nur noch die Möglichkeit einer Insolvenz, um den Mutterkonzern von Opel aufzuspalten und die einzelnen Teile dann unter eine staatliche Aufsicht zu stellen, bis der Laden wird von selbst richtig läuft.


