Geschlossene Fonds: Tipps für Anleger

Geschlossene Fonds sind eine sinnvolle Ergänzung des individuellen Anlageportfolios. Allerdings nur dann, wenn Investoren dabei auch einige Regeln beachten – sonst kann die vermeintlich attraktive Anlage schnell enttäuschende Ergebnisse mit sich bringen.

Entsprechendes verrät auch die Presse, die gerade in den vergangenen Monaten immer wieder von einbrechenden Schiffsfonds oder Flugzeugsfonds berichtete. Die gesamte Fondslandschaft befindet sich im Wandel. Laut fit4fonds-blog.de liegen derzeit insbesondere geschlossene Immobilienfonds und Energiefonds im Trend. Doch auf was genau sollten Anleger bei geschlossenen Fonds achten?

Der Anleger wird zum Mitunternehmer

Der Anleger erwirbt mit dem Kauf von Fondsanteilen eine Mitunternehmerschaft. Damit ist klar: Er ist nicht nur an den Gewinnen, die das Unternehmen abwirft, beteiligt, sondern auch an den Verlusten, die es erzielt. Die Verluste sind im Allgemeinen auf das eingesetzte Kapital begrenzt.

Es kann jedoch sein, dass ein Sanierungsbeitrag angefragt wird: Dann müssen Investoren entscheiden. Soll noch mehr Geld in das Unternehmen fließen – oder wird ohne weitere Investition ein kompletter Kapitalverlust riskiert? Geschlossene Fonds sind in dieser Hinsicht keine Alternative zu Anleihen oder Spareinlagen. Anleger sollten sich über das Risiko ihrer Anlage bereits vor der Unterschrift unter den Fondsvertrag im Klaren sein – und das jeweilige Unternehmen auf Herz und Nieren prüfen.

Vorsicht vor falschen Renditeversprechungen

Geschlossene Fonds sind besonders wegen ihrer Renditeaussichten so gefragt. Gerne wird versprochen, dass der ins Auge gefasste Fonds bereits im ersten Jahr fünf Prozent Rendite erwirtschaftet, bis zum zehnten Jahr sollen es dann satte sieben Prozent sein. Viele Anleger werden von solchen Versprechungen geködert – die Realität sieht jedoch so manches Mal ganz anders aus.

Wie dengruo.info berichtet hängt die Rendite von verschiedensten Faktoren ab, die im Laufe der Jahre unterschiedlich ausfallen können. Nicht alle Situationen sind vorhersehbar – auch die Finanzkrise hat viele Anleger und Unternehmen böse überrascht. Bei Immobilienfonds sind beispielsweise die Mieteinnahmen, die Instandhaltungs- und Weitervermietungskosten, Leerstände und Finanzierungsgrößen reine Schätzwerte. Auch bei Schiffsfonds und anderen Fonds werden Leistungen, Kosten und Einnahmen lediglich über den Daumen gepeilt. Anleger sollten sich deshalb auf die in Aussicht gestellten Renditen nicht zu 100 Prozent verlassen – sondern auch damit rechnen, dass sich (im schlechten Falle auch negative) Abweichungen ergeben können.

Selbst nachrechnen macht klug

Nicht selten werden in geschlossene Fonds hohe Anlagesummen investiert – und das über viele Jahre hinweg. Gerade dann sollte das Investment genau geprüft werden. Auf die Aussagen des Fondsvermittlers oder des vielversprechenden Firmenflyers alleine sollten sich Investoren keinesfalls verlassen.

Online-finanz.info empfiehlt die (häufig am Rande) aufgeführten Risiken genau unter die Lupe zu nehmen – ebenso wie auch die Erfolgsrechnung genau analysiert werden sollte. Eine kritische Plausibilitätsprüfung hilft dabei, böse Überraschungen im Vorfeld zu vermeiden. Oftmals werden von Fondsinitiatoren Erträge zu hoch, die Kosten zu niedrig angesetzt, manche Kostenpunkte werden gar ganz außen vor gelassen. Auf der sicheren Seite sind Anleger dagegen, wenn sie bei der Erfolgsrechnung die Einnahmen eher geringer ausfallen lassen, und die zu erwartenden Kosten dagegen großzügig mit einrechnen.

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