Dax auf Jahrestief gerutscht
Tiefer als am gestrigen Freitag ging es dieses Jahr noch nie für den Deutschen Aktienindex. Die Börsenturbulenzen der letzten Wochen und Monate haben nun ihren Tiefpunkt erreicht. Doch die Kursschwankungen werden wohl kein Ende finden bzw. in den nächsten Tagen unvermindert heftig weitergehen. Denn nächste Woche stehen wichtige Termine an. Es kommen Geschäftszahlen aus den USA und Europa. Und es kommen die Daten zur US-Wirtschaft, was schon im Vorfeld kaum etwas Gutes verheißen mag angesichts der taumelnden Wirtschaft. Diese wurde wohl am meisten betroffen von der globalen Finanzkrise und niemand kann dabei sagen, ob die US-amerikanische Wirtschaft nicht möglicherweise sogar ganz für die Krise verantwortlich ist. Ein Teil der weltweiten Wirtschaftssituation hat ihren Grund auf jeden Fall in der Immobilienkrise der USA.
Lange bevor es dort bergab ging, haben Experten vor einem Zusammenbruch gewarnt. Hingehört hat keiner. Dadurch wurde nicht nur die Wirtschaft in den USA in arge Mitleidenschaft gezogen, sondern die Finanzwelt von Nord nach Süd, von Ost nach West kam in Turbulenzen. Weltweit mussten Abschreibungen in Milliardenhöhe vorgenommen werden. Banken taumelten, Banken fielen. Jetzt geht die Talfahrt weiter und jeder Anleger wird sich fragen, wo die Fahrt abwärts noch hingehen wird, zumal die Kurse ja nicht erst seit gestern hin- und hertaumeln, sondern es schon zu Beginn des Jahres so manchen Sturm gab. Und das alles zum 20. Geburtstag des Dax, der vor zwei Jahrzehnten den ganzen Aktienhandel in Deutschland veränderte. Aber wie immer bei Geburtstagen sollte man nach vorne schauen und nicht zurück. Denn das macht einem manchmal doch ein wenig Magenschmerzen.
So lag der Dax am Freitag zum Börsenschluss bei 6.153,30 Punkten, was ein Minus von 151,70 Punkten bzw. einen Rückgang von 2,41 Prozent bedeutet. Zeitweise war er auf den bisherigen Tiefstwert von 6.139 Punkten gerutscht, hat sich dann jedoch wieder ein wenig erholt. Jetzt aber vor lauter Panik seine ganzen Aktien zu verhökern, wäre fatal. Der Verlust wäre absehbar, den Börsenkursen würde es auch nichts nutzen, da diese noch tiefer fallen würden. Halten und eventuell vorhandene Gewinne sichern ist hier eher die Devise. Eine weitere gute Möglichkeit ist das Dazukaufen von Aktien, da die meisten Kurse im Moment ein wenig bis weit unter Wert angesiedelt sind. Denn gerade im Bereich der Geldanlage mit Aktien ist es wichtig, langfristig zu denken. Experten raten aber auch dazu, einen Teil des eigenen Geldes auf Festgeldkonten oder Tagesgeldkonten zu parken und erst dann zu investieren, wenn sich die Lage an den Weltbörsen beruhigt hat.
Vor ein paar Jahren noch lag der Dax auf einem Tiefpunkt von 4.655,92 Punkten. Wenn man diese Zahl betrachtet und das Jetzt, kommt man im Vergleich der Kennzahlen auf ein Plus von 31,48 % im Drei-Jahres-Vergleich. Dies sollte durchaus optimistisch stimmen und auch zum Kaufen anregen.
Wie es bis zum Ende des Jahres aussehen wird, ist übrigens völlig ungewiss. Die einen Analysten sagen, der Dax würde wieder auf über 7.500 Punkte steigen bis dahin, andere meinen, der Deutsche Aktienindex könnte sogar bis auf 5.600 Punkte fallen. Ruhig bleiben und nicht in Panik verfallen ist dabei die Devise. Eher wichtig ist es, die Augen und Ohren offen zu halten und nun richtig zu investieren. Und das geht immer noch, man darf nur nicht den Kopf in den Sand stecken wegen den schlechten Zahlen des Moments.



Sonntag, 17. August 2008 1:29
Das gute an den Talfahrten ist meiner Meinung nach die Tatsache, dass es auch wieder bergauf gehen muss. Aber auf Tages- und Festgeldkonten ist das Geld wie im Artikel erwähnt in der aktuellen Situation gut geparkt.
Sonntag, 17. August 2008 9:59
So ist es. Wer sein Pulver quasi trocken hält, findet ja bereits jetzt erste Werte, in die es sich einzusteigen lohnt. Bis dahin kann man sein Geld auf Tages- oder Festgeldkonten liegen lassen und hat neben der Sicherheit noch den Vorteil, attraktive Zinserträge einstreichen zu können.