2009 das Jahr des Falschgelds – Falschgeldaufkommen stieg um 28 Prozent
Im vergangenen Jahr wurden gut 52.500 falsche Euro-Banknoten in Deutschland registriert, wie die Bundesbank heute bekannt gab. Damit stieg das Falschgeldaufkommen gegenüber 2008 um gleich 28 Prozent. Dennoch sank die Schadenssumme von 3,5 Millionen Euro auf 3,1 Millionen Euro im Jahr 2009. Dies ergab sich aus der Tatsache, dass unter den gefälschten Banknoten weit weniger Blüten mit hohem Nennwert waren.
Der Leiter des Zentralbereichs Bargeld bei der Deutschen Bundesbank, Helmut Rittgen, betonte trotz der gestiegenen Anzahl von gefälschten Geldscheinen: „Deutschland liegt mit rund sechs Fälschungen auf 10.000 Einwohner pro Jahr nach wie vor weit unter dem Durchschnitt des Euro-Raums. Der Schaden durch Falschgeld entwickelt sich erfreulicherweise rückläufig und hat den niedrigsten Stand nach dem Einführungsjahr der Euro-Banknoten erreicht“.
Den Spitzenwert bei den gefälschten Euro-Banknoten gab es übrigens im Jahr 2004, wo die Bundesbank innerhalb Deutschlands gleich über 80.000 Fälschungen registrieren musste. Im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres ging der Trend am stärksten Richtung falsche Fuffziger. Die Bundesbank schrieb heute dazu:
„Die Verteilung der Fälschungen auf die einzelnen Stückelungen ergibt sich für das 2. Halbjahr 2009 anhand folgender Tabelle:
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Tabelle Falschgeldaufkommen |
||||||||
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Noten |
5€ |
10€ |
20€ |
50€ |
100€ |
200€ |
500€ |
Gesamt |
|
Anzahl |
231 |
308 |
8.028 |
13.841 |
4.905 |
820 |
83 |
28.216 |
|
% |
1 |
1 |
28 |
49 |
17 |
3 |
0 |
100 |
Dabei dominieren gefälschte 50 Euro-Banknoten, auf die fast jede zweite Fälschung entfällt. Weiterhin hoch ist auch der Anteil der falschen 20 Euro-Banknoten. Stark rückläufig entwickelte sich dagegen die Anzahl der Fälschungen bei 100 und 200 Euro-Banknoten.“
„In unseren Schulungen zeigen wir, dass falsche Euro-Banknoten schnell und sicher erkannt werden können. Dieses kostenlose Angebot, das sich insbesondere an den Handel und die Banken richtet, stieß auch 2009 mit rund 1.200 Schulungsveranstaltungen auf reges Interesse“, sagte Helmut Rittgen dazu.
Doch nicht nur Banknoten werden gefälscht, auch werden immer wieder falsche Euro-Münzen unters Volk gebracht. Hier sank das Aufkommen an gefälschten Münzen jedoch leicht im Vergleich mit dem Jahr 2008.
Die Bundesbank schreibt dazu: „Im Jahr 2009 wurden rund 78.500 falsche Münzen im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt. Im Vorjahr lag das Aufkommen noch bei rund 80.000 falschen Münzen. Damit kommen in Deutschland auf 10.000 Einwohner pro Jahr rund neun falsche Münzen.
Im 2. Halbjahr 2009 hat die Bundesbank 45.820 falsche Euro-Münzen im deutschen Zahlungsverkehr registriert, ein Anstieg um rund 40 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Halbjahr. Die Fälschungen traten ausschließlich bei den drei höchsten Stückelungen auf und verteilen sich dort wie folgt:“
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Tabelle Falschmünzaufkommen |
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Münzen |
50 Cent |
1€ |
2€ |
Gesamt |
|
Anzahl |
1.479 |
7.345 |
36.996 |
45.820 |
|
% |
3 |
16 |
81 |
100 |
Falsche Banknoten und gefälschte Münzen werden nicht ersetzt. Wichtig ist, sie möglichst selbst zu erkennen, dann nicht anzunehmen und die Polizei einzuschalten, um nicht selbst in Verdacht zu geraten. Ganz enden wird die Geldfälscherei ebenso wie das Thema Schwarzgeld wohl erst dann, wenn es kein Bargeld mehr gibt, ansonsten werden Fälscher von Banknoten und Münzen immer wieder einen neuen Weg finden, ihr Falschgeld unters Volk zu bringen.


