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AUSFALLRISIKEN VON RENTENPAPIEREN
Ausfallrisiken von Rentenpapieren
Rentenfonds investieren in festverzinsliche Wertpapiere. Das Zinsrisiko wird somit ausgeschaltet und durch das Zahlungsrisiko ersetzt, also die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinszahlungen sowie die Rückzahlung des in ein bestimmtes Rentenpapier investierten Kapitals nicht oder nicht vollständig erfolgen.Zur besseren Beurteilung der Qualität von Rentenpapieren haben Bewertungsunternehmen so genannte Ratings entwickelt. Zu den bekanntesten gehören dabei Moody’s sowie Standard & Poor’s. Sie stufen Rentenpapiere in bestimmte Klassen ein, die Qualität und Risiko klar definieren:
| Bonitätsbewertung / Rating von Rentenpapieren | Moody's | Standard & Poor's |
| Sehr gute Rentenpapiere | ||
| Geringstes Ausfallrisiko, beste Qualität | Aaa | AAA |
| Geringes Ausfallrisiko, hohe Qualität | Aa1, Aa2, Aa3 | AA+, AA, AA- |
| Gute Rentenpapiere | ||
| Überdurchschnittlich gute Qualität aber einzelne Risiken einer negativen Auswirkung veränderter Wirtschaftsentwicklungen | A1, A2, A3 | A+, A, A- |
| Durchschnittliche Qualität, Veränderungen in Wirtschaftsentwicklungen nur unzureichend abgesichert | Baa1, Baa2, Baa3 | BBB+, BBB, BBB- |
| Spekulative Rentenpapiere | ||
| Keine Sicherstellung der Deckung für Zins- und Tilgungszahlungen, spekulativ | Ba1, Ba2, Ba3 | BB+, BB, BB- |
| Nur geringe Wahrscheinlichkeit langfristiger Zinszahlungen, sehr spekulativ | B1, B2, B3 | B+, B, B- |
| Junk Bonds (hochspekulative und hochverzinste Anleihen) | ||
| Geringste Qualität, Zahlungsaufall sehr wahrscheinlich, Anlegerschutz nicht oder nur kaum berücksichtigt | Caa1, Caa2, Caa3, Ca, C | CCC, CC, C |
| Alle Ratings gelten für Rentenpapiere mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr | ||
Das Ranking allein sagt aber noch nichts über die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Rentenpapieres aus. Erst die Kombination von Ranking und über einen statistisch relevanten Zeitraum zugeordneten Ausfällen lässt Schlussfolgerungen über die Wahrscheinlichkeit eines Totalausfalls zu. Die nachfolgende Tabelle basiert auf den durch die Rating-Agentur Standard & Poor’s über die Jahre 1981 bis 2002 erhobenen Ausfallwahrscheinlichkeiten und ordnet diese den entsprechenden Rankings zu:
| Rating | 1 Jahr | 4 Jahre | 8 Jahre |
| AAA | 0,0% | 0,1% | 0,5% |
| AA | 0,0% | 0,2% | 0,7% |
| A | 0,1% | 0,4% | 1,3% |
| BBB | 0,3% | 1,6% | 4,3% |
| BB | 1,3% | 9,4% | 18,6% |
| B | 6,7% | 25,5% | 36,8% |
| CCC | 28,8% | 48,8% | 57,1% |
| Quelle: Standard & Poor's | |||
Sowohl bei Einzelinvestments in Rentenpapiere zu denen auch Anleihen zählen, als auch bei Rentenfonds sollte darauf geachtet werden, dass nur die Werte mit einem Rating von AAA bis BBB langfristig ein gutes Maß an Sicherheit bieten.
Durch die Streuung in verschiedene Rentenpapiere werden bei einem Rentenfonds im Gegensatz zum Einzelinvestment die oben angegebenen Ausfallrisiken weiter minimiert.
Wie bereits auf unserer Seite zum Thema „Gesetzliche Grundlagen von Investmentfonds“ dargestellt, müssen in Deutschland zugelassene Fonds mindestens in 16 verschiedene Wertpapiere investieren. Wer also Anteile an einem Rentenfonds erwirbt, welcher seinerseits in Papiere hoher und mittlerer Bonität investiert, verringert das Risiko eines Verlustes noch einmal auf fast Null. Nicht umsonst zählen Rentenfonds zur sichersten Fondskategorie, wofür natürlich auch Abstriche bei der erzielbaren Rendite in Kauf genommen werden müssen. Als Basis sind sie somit für jedes Portfolio ausdrücklich zu empfehlen, besonders in der Steueroptimierten Variante. Mehr Details dazu finden Sie hier:
Wenn Sie Investments mit möglichst geringem Risiko suchen, sind Rentenfonds uneingeschränkt zu empfehlen. Sie sollten jedoch bei der Wahl der Fonds darauf achten, Produkte zu nehmen, deren Fondsmanagement bereits in der Vergangenheit durch solide Ergebnisse gezeigt hat, dass es sein Handwerk versteht.
Sollten Sie Probleme bei der Auswahl der richtigen Fonds haben, hilft Ihnen unser kostenloser und unverbindlicher Investmentvergleich:

